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Die Stadt plant, den Saarbrücker Osthafen zu "säubern", was das Ende des kulturell aktiven und bei einer steigenden Zahl von Saarbrückern sehr beliebten Biergartens am "Silo" bedeutet. Anstelle des "Schandflecks", wie die XXXX(zensiert)-Zeitung mit gewohnter journalistischer Objektivität titelte, soll ein gesichtsloses und unkreatives Touristen-Ufer entstehen. Sowas wird im Verwaltungssprech dann "Aufwertung" genannt. Mehr Infos...
Folgende Mail erhielten wir auf Nachfrage, nach den konkreten Umbauplänen der Stadt am Osthafen. Muss man dazu noch was sagen...?
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Sehr geehrter Herr Tiné,
vielen Dank für Ihre E-Mail. Gerne informieren wir Sie, warum wir den Osthafen umgestalten wollen und in welche Richtung sich die Planungen unseres Baudezernates entwickeln.
Der Osthafen war in den vergangenen Jahrzehnten von der Stadtentwicklung weitestgehend abgehängt, es hat sich ein unattraktives Umfeld entwickelt, in dem alternative Nutzungen entstanden sind.
Durch das Projekt "Stadtmitte am Fluss" erhält der Osthafen vielschichtige, vernetzte Schlüsselfunktionen. Es bietet sich für uns die Möglichkeit, das Areal weiter zu entwickeln, es besser zu nutzen und attraktiver zu gestalten.
Der Osthafen muss in der heutigen Zeit nicht mehr als Schutzhafen genutzt werden und als eine Art "Schiffsfriedhof" dienen. Wir wollen das Areal zwischen Altarm und Naturschutzgebiet absenken und topographisch neu modellieren. Durch die Veränderung der Fläche wird die Wasserfläche erweitert, was auch das benachbarte Naturschutzgebiet stärkt. Für die Entwicklung im Innenstadtbereich entsteht Hochwasserretentionsraum mit erheblichem Volumen.
Durch den Abtrag des Geländes wird das Profil der Römerzeit freigelegt, Sondierungsgrabungen versprechen bereits heute wertvolle Erkenntnisse für die Denkmalpflege. Zudem wird das touristische Potential des Gebietes gestärkt, vorhandene Strukturen wie Römerkastell oder Mitrasdenkmal werden im Landschaftsraum am Fluss besser wahrnehmbar.
Die Maßnahmen haben auch einen wirtschaftlichen Aspekt. Die Aufwertung und Vernetzung des Areals löst bereits jetzt im Umfeld Investitionsinteresse aus: Entlang der Ostspange soll das angrenzend vorhandene, nur teilweise belegte Gewerbegebiet weiterentwickelt, im rückwärtigen Bereich des Osthafens sollen besondere Wohnnutzungen in Verbindung mit der Kreativwirtschaft die neu entwickelte, attraktive Lage nutzen.
Über das Projekt "Das Blaue Band" wird das Areal mit einem neuen Rad- und Fußweg besser an die Innenstadt angebunden, wird eine Lücke im Wegenetz entlang der Saar geschlossen.
Der vorbereitende Geländeabtrag für die denkmalpflegerischen Grabungen und die Realisierung des Radwegeanschlusses sind in der laufenden Förderperiode bis 2015 möglich, die abschließende Gestaltung unter Einbeziehung der Erkenntnisse aus den denkmalpflegerischen Grabungen bis 2016.
Mit freundlichen Grüßen
Charlotte Britz
Oberbürgermeisterin
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In der Diskussion über den Artikel "Der Osthafen als Touristen-Ort" auf der Facebook-Seite 'Leben in Saarbrücken' wurde mir von der Gegenseite - wahrscheinlich sogar mit gewissem Recht - Polemik vorgeworfen. Diese...[mehr]
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